„Da war nichts mehr zu retten“

Betrachtet man Fotos vergangener Tage aus Ottensen, muss man sich schon sehr wundern. Wie konnten die damals zahlreich maroden Altbauten im Viertel gerettet werden?

Die Gründerzeithäuser in der Altonaer Breite Straße wurden nun bekanntlich, trotz jahrelangem öffentlichem Druck und  unter skandalträchtigen Umständen, abgerissen. Über viele Gebäude in Ottensen muss man sich daher freuen, dass sie erhalten wurden. Ein Vorher/Nachher-Vergleich von einem Gebäude in der Klausstraße, welches ‚gerettet‘ wurde – mit denen in der Breite Straße.

[1992] Klausstraße 12:

1992 Klausstraße Transparent Kopie

1992 Klausstraße: Foto: CC 3.0 by StarO

[2016] Klausstraße 12: 

2016 Klausstraße Hausprojekt

2016 Klausstraße. Foto: Inside Ottensen

[2012] Breite Straße 114-116:

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Gründerzeithäuser Breite Straße 2012. Foto: Florian Quandt

[2016] Breite Straße 114-116:

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Abriss der Gründerzeithäuser Breite Straße. Foto: Inside Ottensen

„Wir haben alles auf Herz und Nieren geprüft – da war nichts mehr zu retten“

Gesche Boehlich – Fraktionsvorsitzende ‚Die Grünen Altona‘ über die Gründerzeithäuser in der Breite Straße.

 

 


Tipp: Alternative Berichterstattung über fragwürdige Bauprojekte und fragwürdige Zitate von Lokalpolitikern gibt es regelmäßig auf www.annaelbe.net

 

3 Kommentare

  1. Peter Bisping

    Na ja, bei dem Haus in der Klausstraße hat eine Besetzung geklappt, die Besetzer_innen haben in mühevoller Eigenarbeit zusammen mit dem Sanierungsträger das Haus gerettet und dem Kapitalmarkt entzogen (Damals gab es in der SPD noch ein paar Leute, die das gut fanden). Bei dem Haus in der Breite Straße ging es von Anfang an um Renditenmaximierung für mit der Politikvertändelten Architekten und Investoren.

  2. Ich war gerade in Dresden bzw. Budapest und konnte Bauensembles vergleichen mit dem Zustand, wie ich ihn vor jeweils ca. 30 Jahren angetroffen habe. In beiden Städten habe ich schöne, historische Häuser wiedergesehen, die zwischenzeitlich picobello restauriert wurden – und die in den 1980er Jahren um vieles, vieles schlimmer aussahen als etwa das abgerissene Doppelhaus in der Breiten Straße.

    Grundsätzlich gilt: Wo ein Wille ist, ist ein Weg. – Wo kein Wille ist, ist es weg.
    (PS: Ich habe Berufserfahrung im Denkmalschutz.)

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