Ferdinand Barkmann – Letzter Taubenzüchter aus Mottenburg

Die letzte Mottenburger Taubenklappe war auf einem Dach in der Rothestraße. In dem NDR Dokumentarfilm „Mottenburger Alltag“ aus dem Jahr 1982, erzählt der ehemalige Hafenarbeiter Ferdinand Barkmann ein paar Anekdoten von der einstmaligen Tradition des Taubensports in Ottensen. Bereits 1982 war er das einzig verbliebene Mitglied des ‚Ottenser Taubenclubs von 1910‘, welcher in der Holstentwiete ansässig war. „Die Blütezeit des Taubensports waren die 30er Jahre.Tauben waren günstig, deshalb konnten auch Arbeitslose Tauben halten.“ – erzählte er damals.

Eine Nachbarin berichtete das Herr Barkmann noch mit 94 Jahren jeden Tag 4 Mal in den vierten Stock hochgestiegen ist (gefühlt 6 Stock! ), um seine Tauben zu füttern. Vor einigen Jahren ist er gestorben. Seit dem gibt es keine Tauben mehr auf dem Dachboden in der Rothestraße.

Ferdinand Barkmann. Quelle: „Mottenburger Alltag“ (1982; NDR)

Ferdinand Barkmann. Quelle: „Mottenburger Alltag“ (1982; NDR)

Rothestraße Ecke Ottenser Hauptstraße Quelle: „Mottenburger Alltag“ (1982; NDR)

Ferdinand Barkmann. Quelle: „Mottenburger Alltag“ (1982; NDR)

1 Kommentare

  1. Constanze B.

    Eine schöne Erinnerung: Sonntag morgens, oder auch schon etwas später…….leicht verkatert vom Vorabend…. Fenster auf zum Lüften… Die Kirchenglocken der Christianskirche läuten und über den Dächern von Ottensen fliegt diese Taubenschar durch den stahlblauen Himmel …….schneeweiß von der Sonne angestrahlt…..Schöner konnte ein Sonntag in Ottensen nicht beginnen.

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