Kinopreisverleihung 2016 – Lichtmeß und Zeise-Kinos geehrt

Kinopreise_2016 CC by NC-SA 3.0

Gruppenfoto Kinopreisverleihung 2016. Foto: Annika Börm

Bei der diesjährigen Hamburger Kinopreisverleihung 2016 sind auch wieder die beiden Ottenser Kinos geehrt worden. Das Lichtmeß-Kino wurde in der Kategorie ‚Nachspieler‘ mit 3000€ geehrt. In der Kategorie Erstaufführer erhielt das Zeise-Kino satte 11.000€. Die Hamburger Kinopreise werden jährlich von der Kulturbehörde gemeinsam mit der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein vergeben. Sämtliche Jury-Begründungen aller verliehenen Preise kann man HIER nachlesen.

Jurybegründung Lichtmeß-Kino

„Dorit Kiesewetter und Karsten Knoop eröffneten an Maria Lichtmeß 1991 ihr Kino und sind seither konsequent ihrem Credo gefolgt, nur die Filme zu zeigen, die sie selbst schätzen. Und so empfängt das LICHTMESS meist nur donnerstags sein filmbegeistertes Publikum. Gezeigt werden vor allem Dokumentarfilme – viele davon Premieren, die oft die einzige Chance erhalten, in Hamburg im Kino zu laufen. Aber auch das Internationale Kurzfilmfestival ist seit vielen Jahren gerne im LICHTMESS – KINO zu Gast ebenso wie die Film-Altonale.“ – (3000€)

www.lichtmess-kino.de – Gaußstraße 25 – 22765 Hamburg

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Eingang Lichtmeß-Kino Foto: Inside Ottensen

Jurybegründung Zeise-Kinos

„Von Georg Kloster mit gutem Gespür für die wichtigen Erstaufführungen im Ottensener Kiez programmiert und durch das kinobegeisterte Team um Theaterleiterin Ines Benesch mit vielfältigen Sonderprogrammen wie dem „Kampf der Künste“, dem „Shortfilm Slam“ und dem Open-Air im Altonaer Rathaus fest im Stadtteil verankert, gehört das ZEISE-KINO neben dem ABATON und dem 3001 zu den wichtigen Arthouse-Erstaufführungskinos in Hamburg. Kurzfilm-Fans lieben das ZEISE besonders, weil es – in Zusammenarbeit mit der Hamburger KurzFilmAgentur – während des ganzen Jahres ihr Lieblingsgenre präsentiert. Und von allen Hamburger Kinos ist das ZEISE der Vorreiter im Social-Media-Bereich und pflegt hervorragend die größte Kino-Fangemeinde Hamburgs.“ – (11.000€)

www.zeise.de – Friedensallee 7-9 – 22765 Hamburg

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Eingang Zeise-Kinos. Foto: Inside Ottensen

3001 Kino im Schanzenhof

Bemerkenswert ist auch die Würdigung für das 3001 Kino, in dem durch Gentrifizierung bedrohten Schanzenhof. Die Jury ehrte das Kino in der Kategorie Erstaufführer mit 12.000€. Es war somit die zweithöchste Auszeichnung der Verleihung. In der Begründun heißt es wie folgt:

„Seit 25 Jahren ist das 3001 essentieller Bestandteil der Hamburger Kinoszene und nicht mehr aus der Schanze wegzudenken. Von „Pauls Kinderkino“ bis „Cinema Obscure“: Das 3001 zeichnet sich durch ein profiliertes Programm aus, in dem politisches Kino ebenso seinen Platz findet wie Underground-Trash. Kleine Produktionen, die ohne Förderung und große Werbeetats auskommen müssen, außergewöhnliche Filme, auf die die Hamburger sonst verzichten müssten, im Schanzenhof finden sie ihr Zuhause und werden professionell betreut. Für die Stadt einmalige Filmreihen wie die Lateinamerika Filmtage oder mittlerweile in einem größeren Rahmen etablierte Festivals wie die Dokumentarfilmwoche oder das Japan-Filmfest Hamburg verdanken sich einer Initiative des 3001. In einem von Gentrifizierung bedrohten Areal gelegen, behauptet das 3001 seinen Platz und versorgt sein Publikum mit Filmkunst jenseits des Mainstreams.“ – 12.000€

www.3001-kino.de – Schanzenstraße 75 – 20357 Hamburg


via: Schanzenhof 
Gruppenfoto: Annika Börm
CC by 3.0 Nc-Sa

 

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