Happy Birthday. 25 Jahre Lichtmess-Kino

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Das Lichtmess Kino in der Gaußstraße wird in diesem Monat 25 Jahre alt. Seinen Namen verdankt das Kino dem Tag seiner Eröffnung. Es war der 2.Februar 1991. ‚Maria Lichtmess‘ heißt dieser Tag und wird in katholisch geprägten Gegenden gefeiert. Das Lichtmess wurde also an eben so einem 2.Februar gegründet und trägt seither seinen Namen.

Vom Seifensiedersaal zum Kinosaal

Der Kinosaal in der Gaußstraße war ehemals eine Werkhalle der Georg Dralle Parfum & Feinseifenwerke. Hier wurde Seife aus Walknochen hergestellt. Anfang der 90er ging das Fabrikareal, nach einer Besetzung durch Punks, ins Eigentum der Mieterselbstverwaltung „Ottenser Werkhof“. Den sogenannten Seifensiedersaal der Firma Dralle wandelten die heutigen Betreiber Dorit Kiesewetter und Carsten Knoop gemeinsam mit acht weiteren Mitstreitern in ein Kino um. Der Werkhof überließ den Studenten die Werkhalle mietkostenfrei.

An diesem Status hat sich bis heute nichts geändert. Das Lichtmess ist ein ehrenamtlich betreutes Kino fern von kommerziellen Interessen. Es sind vielmehr die persönlichen Film-Interessen der beiden Betreiber. Carsten Knoop studierte in den 90ern im selben Jahrgang wie Fatih Akin visuelle Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste bei Professorin Helke Sander.

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Zwei Monate vor Eröffnung. Foto: Lichtmess-Kino

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Kultursenatorin Kisseler mit Lichtmess-Betreibern Kiesewetter und Knoop [2014]. Foto: Lichtmess-Kino

Das Lichtmess steht seit 25 Jahren für ein unkonventionelles Programm. Es wird stets bei den alljährlichen Hamburger Kinopreisen von der Kulturbehörde geehrt und finanziell gefördert. Das eher spartanisch anmutende Kino bietet keine klassische Kinowelt. Hier gibt es keine Popcorn-Maschine und keine Literbecher Cola. Knoop und Kiesewetter machen hier alles selbst. Von der Programmauswahl, Flyern, Einkauf, Buchhaltung, Tresen, Kasse, Projektion, Reinigung und vielem mehr. Zudem schneidet Knoop die Trailer für kommende Filme selbst und kündigt dem Publikum vor jeder Vorstellung persönlich den Hauptfilm an. Hauptberuflich arbeitet er übrigens als Film-Vorführer im kommunalen Kino Metropolis.

Der Autor Egon Koch hat einst ein Radiofeature über das Kino produziert.

Danke Dorit und Carsten! Viel Erfolg für die nächsten 25 Jahre!

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