„Nur ganz kurz“

Ärger um Parkplätze – Handgemalte Markierungen als Lösung?

Autofahrern haben in Ottensen ein großes Parkplatz-Problem. Das führt dazu, dass manche eigenartig parken. Halb auf Radwegen, Bürgersteigen. und im Kreuzungsbereich. Eine Rollstuhlfahrerin berichte mir heute von ihren Problemen überhaupt ein paar Straßenzüge ohne Hindernissen voranzukommen. Als ich sie in der Nöltingstraße traf, ließ sie sich gerade von einem Bekannten eine Markierung auf ihrem Behindertenparkplatz malen. Für diesen hat sie eine Parkausweisnummer. Sie fühlt sich von der Verwaltung und der Polizei im Stich gelassen, da diese   ̶n̶̶i̶̶c̶̶h̶̶t̶̶s̶̶  wenig gegen das wilde und falsche Parken in Ottensen ausrichtet. Also ergriff sie Eigeninitiative, womit sie sich vermutlich Ärger mit dem Bezirksamt einhandelt.

Schaffen „innovative Mobilitätsangebote“ mehr Platz?

Die Stadt arbeitet inzwischen fieberhaft an den „innovativen Mobilitätsangeboten„. Öffentliche Parkplätze sollen durch Carsharing-Fahrzeuge und spezielle Fahrradstellplätze ersetzt werden. Auch ein Umbau in Ottensen ist geplant und soll im Mai 2017 beginnen. Wie viele Parkplätze umgewidmet werden, ist noch unklar. Hierfür beginnt im Herbst eine Bewohnerbefragung. Zu dieser Studie kann man sich unter mobil@steg-hamburg.de anmelden. Ob danach alle Verkehrsprobleme beseitigt sein werden, bleibt abzuwarten. Die Zahl der PKW’s soll jedenfalls reduziert werden. [Ein Artikel zu dem Thema erschien HIER im Hamburger Abendblatt]

Die kleine Bilderserie über Parkgewohnheiten in Ottensen, welche das Problem deutlich machen ist zum Schmunzeln und weniger zum Verärgern, denn sie standen wirklich alle „nur ganz kurz“ dort. Zur Beruhigung mißverstandener Autofahrer: eine Bilderserie über Fehlverhalten von Radfahrern ist irgendwann auch in Arbeit. Die erwischt man aber nicht so schnell. Da klemmt der Auslöser immer…

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Born

Arndt

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Zeistraße

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2015 Eulenstraße Parkproblem

holst

reit

Reitbahn

 

2 Kommentare

  1. solange die autoindustrie so gepampert wird und wir da mitmachen, kann es keine lösung für den verkehr bzw. parkplatzsituation in hamburg geben. der platz ist nun mal begrenzt. lösungen gäbe es – siehe amsterdam oder kopenhagen, aber dann hätte der oder die (meistens aber wohl der) deutsche seine bevorzugte egoerweiterung, sein auto nicht mehr in reichweite. taxifahrerin plädiert für ein motorfahrzeugreduziertes hamburg. busse, taxis, lieferverkehr, fahrräder dürfen rein.

  2. Ist es in Tokio nicht so, dass man erst eine Fahrzeugzulassung erhält, wenn man nachweisen kann, dass man einen Stellplatz für das Fehrzeug hat? Das sollte hier auch eingeführt werden.

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