Der historische Oelsner-Baublock – Damals & heute

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Luftbild Oelsner-Baublock 1928. Foto: CC BY-SA 4.0

Das Fotoarchiv der Brüder Adolf und Carl Dransfeld:

Auf Anregung des ehemaligen Oberbaudirektors Fritz Schumacher erwarb 1945 die Stadt Hamburg das Fotoplattenarchiv der Brüder Adolf und Carl Dransfeld. Zu dem Archiv gehörten Glasplattennegative zu den während der 1920er Jahre entstandenen Bauten Fritz Schumachers, als auch des Altonaer Oberbaudirektors Gustav Oelsner. Die Fotografien waren zwischen etwa 1923 und 1933 angefertigt worden.

Seit November 2015 sind die sowohl historisch wie künstlerisch wertvollen Abbildungen der Fritz Schuhmacher und Gustav Oelsner-Bauten der Öffentlichkeit zugänglich. Möglich gemacht hat es die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. Die komplette Sammlung findet man HIER zur Ansicht.

1995 würdigte der Leiter des Hamburger Denkmalschutzamtes, Manfred F. Fischer, die künstlerische Qualität der Dransfeld-Fotografien:

„Die Photographien zeichnen sich durchgängig durch einen sehr einheitlichen und sehr typischen Stil aus. Äußerst selten frontal, sondern fast immer in der Schrägsicht aufgenommen, betonen sie stets die Dreidimensionalität der Baukörper bzw. Baugruppen. Die Abfolge von Totalansichten über Ausschnitte und gestalterische Details bis zur Präsentation von Innenräumen entspricht stets dem Erlebnis von Architektur durch den Benutzer und Betrachter in der täglichen Realität“

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Bunsenstraße 1928. Foto: CC BY-SA 4.0

Bunsenstraße – Helmholtzstraße – Ohmstraße

Ein Teil der Foto-Sammlung zeigt Bauten des Altonaer Oberbaudirektors Gustav Oelsner in Ottensen. Ende der 20er Jahre entstand rund um die Helmholtzstraße, Bunsenstraße, Ohmstraße, Borselstraße und Gaußstraße, ein geschlossenes Arbeiter-Wohnquartier. Die Großwohnblöcke in Klinkerbauweise entstanden im Stil des sogenannten Neuen Bauens und verfügten über (nach damaligem Standard) modernen und hellen Wohnungen.

Eine Rekonstruktion der Aufnahmen fällt durch die Fülle der parkenden Autos schwer. Auch die inzwischen hochgewachsenen Bäumen verdecken vielerorts die Sicht auf die Häuser. Das Viertel macht dadurch einen sehr dunklen und schattigen Eindruck. Ein Leitmotiv des damaligen Bauens durch Oelsner lautete damals allerdings: Luft und Licht für die Arbeiterschicht. Daran dass die Bäume mal so hochwachsen, hat man zwischen den Weltkriegen offenbar noch nicht denken können/wollen…

SAGA plant Sanierungen sowie originalfarbene Fenster

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Zum Vergrößern: KLICK

Aktuell plant die SAGA in einigen Gebäuden Sanierungen durchzuführen. Außerdem möchte man die aktuell weißen Fenster wieder in ihren ursprünglichen Farbton (Ocker/Braun?) herrichten. In der Helmholtzstraße wurde dies bereits getestet (rechtes Foto).

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Bunsenstraße 1928. Foto: CC BY-SA 4.0

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2016. Foto: Inside Ottensen

 

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1928 Baublock Helmholtzstraße Bunsenstraße Nr.2

Oelsner-Baublock 1928. Foto: CC BY-SA 4.0

Bunsenstraße 1928. Foto: CC BY-SA 4.0

 

 

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1928 Baublock Helmholtzstraße Bunsenstraße Nr.5

Bunsenstraße 1928. Foto: CC BY-SA 4.0

 

 

 

 

 

 

 

 

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Helmholtzstraße 1928. Foto: CC BY-SA 4.0

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2016. Foto: Inside Ottensen

 

1928 Baublock Helmholtzstraße Bunsenstraße Nr.11

Ohmstraße 1928. Foto: CC BY-SA 4.0

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2016. Foto: Inside Ottensen

 

1928 Baublock Helmholtzstraße Bunsenstraße Nr.13

Bunsenstraße/Helmholtzstraße 1928. Foto: CC BY-SA 4.0

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2016. Foto: Inside Ottensen

 

Ohmstraße 1928. Foto: CC BY-SA 4.0

 

Bunsenstraße/Ohmstraße 1928. Foto: CC BY-SA 4.0

 

1928 Baublock Helmholtzstraße Bunsenstraße Nr.17

Helmholtzstraße 1928. Foto: CC BY-SA 4.0

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2016. Foto: Inside Ottensen

 

1928 Baublock Helmholtzstraße Bunsenstraße Nr.22

Bunsenstraße 1928. Foto: CC BY-SA 4.0

 

1928 Baublock Helmholtzstraße Bunsenstraße Nr.23

Borselstraße/Gaußstraße 1928. Foto: CC BY-SA 4.0

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2016. Foto: Inside Ottensen


 

Text & Recherche: Dirk Aye/Inside Ottensen
Quelle: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg [CC BY-SA 4.0]

Das Fotoplattenarchiv der Gebrüder Dransfeld
Aktuelle Fotos von 2016: Inside Ottensen

 

 

 

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