Rückblick auf den Oktober 2016

6-geschossiges Bauprojekt am Elbhang

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Foto: Google Streetview

Die Oktober-Berichterstattung über Ottensen begann mit einem Artikel im Hamburger Abendblatt, welcher von einem Bauprojekt in Neumühlen schrieb. Auf dem bisher von überdachten Parkplätzen und einer Buskehre dominierten Grundstück, soll nach Wünschen des Bezirksamts Altona, ein markantes sechsgeschossiges Wohnhaus entstehen. Dies ist überraschend, denn noch im Jahr 2009 war das Gebiet Teil eines landschaftsplanerischen Ideenwettbewerbs der Stadtentwicklungsbehörde. Im Vordergrund standen damals Impulse für die Stadtentwicklung und Grünanlagen in Hamburg. Das Gelände wurde zu jener Zeit noch als Teil des Grünzugs angesehen, welcher „zukünftig eine wichtige Verbindung zwischen dem Wanderweg entlang der Elbe und dem Stadtteil darstellt.“ Mit dem Verweis auf öffentlich geförderten Wohnraum, hat die Lokalpolitik in Person von Christian Trede (Grüne Altona), sich in dem Artikel grundsätzlich gesprächsbereit zu dem Projekt geäußert.

Hermes Roboter

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Foto: Starship Technologies

Zu Beginn des Monats wurde auf vielen Kanälen über den neuen Hermes Paketroboter berichtet, welcher in Ottensen getestet wird. Der NDR leitete das Thema ein, mit dem Artikel Postzustellung per Roboter: „6D9“ liefert ab. Unter Gassigehen mit dem Roboter, hat auch Alexander Tieg von der ZEIT das Projekt begutachtet. Bei dem Pilottest möchte der Logistikdienstleister Hermes ausprobieren, wie die Kunden und die Menschen auf der Straße auf „6D9“ reagieren und zukünftig die Lieferkosten senken. Hersteller des Roboters ist Starship Technologies mit Sitz in London und Tallin (Estland). Starship Technologies wurde von den beiden Skype-Initiatoren Janus Friis und Ahti Heinla gegründet. Diese Infos liest man in einem entsprechenden Artikel über den Roboter, auf der für Informationstechnik spezialisierten Nachrichtenseite golem.de.

 

Pilotprojekt „Firstmover“

Fahrradaktivisten beim Firstmover-Infobus

Nachdem viele Ottenser Haushalte per Post benachrichtigt wurden, informierte auch der NDR und das Hamburger Abendblatt über den Modellversuch „Firstmover“ der Verkehrsbehörde. Bei dem Projekt geht es zunächst mal um eine freiwillige Befragung, bei welcher erkundet werden soll, wieviele Pioniere bereit sind auf das eigene Auto zu verzichten um mehr Platz im vollgeparkten Viertel zu schaffen. Der NDR vermutete daher in der Überschrift des Artikels schon ganz richtig: Platz durch Carsharing? Die Frage wer denn eigentlich von dem neugeschaffenen Raum profitieren will, scheint für das Abendblatt schon entscheiden. Sie benennen es in ihrer Überschrift deutlich als Carsharing-Pilotprojekt. Die Impulse für die Befragung kamen übrigens vom Autobauer BMW, welcher das Carsharing-Angebot DriveNow in den Städten vorantreibt. Man kann die Holzbänke, das dilettantisch zusammengebaute Insektenhotel und die Stadträder, welche bei der Infoveranstaltung auf dem Spritzenplatz aufgestellt wurden, also getrost als Dekoration und Täuschungsmanöver betrachten. Inzwischen berichtet das Hamburger Abendblatt in einem neuen Artikel, dass sich in Ottensen von 300 möglichen Bürgern, lediglich 105 Freiwillige für eine Befragung gefunden haben.

Abriss in der Holstentwiete

holstentwieteÜber ein leerstehendes Haus in Ottensen berichte die MOPO. In der Holstentwiete 22 entbrennt nämlich gerade ein Streit um das historische Haus in Ottensen – Keine Abrissgenehmigung vom Bezirksamt. Eigentümer sind die Uhlenhorster Projektentwickler HWG Hamburg Wohnen, welche laut Firmen-Website offenbar eine Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes verkündet hatten, nun jedoch einen Abriss beantragten. Der „Sanierungsaufwand sei zu hoch“ hat die MOPO herausgefunden. Die Abrissgenehmigung wurde vom Bezirksamt nicht erteilt, weshalb die Angelegenheit nun vor Gericht geht. Der Verfall des Hauses geht fortan weiter.

Neubau in der Gaußstraße – Bezirk verliert vor Gericht

bildschirmfoto-2016-11-01-um-13-11-06In dem Artikel: Bebauungsplan in Ottensen ungültig – Neubau steht schon, berichtete das Abendblatt von einem Rechtsstreit zwischen dem Bezirk Altona und einer Immobiliengesellschaft. Diese ist Vermieter auf dem Thalia-Grundstück und befürchtete, dass die Bewohner des Neugebauten Hofquartier Ottensen in der Gaußstraße, gegen möglichen Lärm von der Bühne klagen könnten. Das Oberverwaltungsgericht gab der Klage recht und erklärte damit eine Unzulässigkeit des bereits gebauten Wohngebäudes. Ob die Eigentümer des Wohngebäudes einen Vezicht auf mögliche Klagen gegen den Bühnebtrieb schriftlich erklären müssten, oder ob der Bezirk nun Schadensersatz zahlen müsse ist noch unklar. Nach dem Urteil müssen nun erstmal „Gespräche geführt“ werden.

Ottenser war Ideengeber für preisgekrönte Anti-Rassismus Aktion 

Sehr ausführlich in Vor- und Nachberichterstattung, informierte der NDR über die Nominierung und schließlich auch den Gewinn des Deutschen Radiopreises in der Kategorie „Beste Programmaktion“. Die Idee für die Aktion kam von Stephan Fehrenbach, Gastronom und Inhaber der Laundrette in der Ottenser Haupstraße. Er hatte sich an die Hamburger Radiosender gewandt und John Lennons Friedenshymne „Imagine“, als gemeinsames Symbol gegen Fremdenfeindlichkeit am 12. September 2015 vorgeschlagen. An diesem Datum hatten Hamburger Neonazi-Hooligans zum „Tag der deutschen Patrioten“ aufgerufen. Neben einer gemeinsamen Erklärung spielten alle Sender um 12 Uhr gleichzeitig das Lied.

Radfahrverbot in Ottenser Hauptstraße

Quelle/Rechte: Wikipedia/Wahrerwattwurm

Nicht nur auf diesem Blog wurde das nun endgültige Fahrradverbot in der Ottenser Hauptstraße thematisiert. Die TAZ stellte fest: Verkehrswende verkehrt – Radfahrer rausgeworfen, und hatte für den Artikel zahlreiche Interviewpartner aus Altona gefunden. Das Abendblatt stellte über den neuerlichen Umweg für Radfahrer etwas weniger kampfbereit fest: Fußgängerzonen in Altona: Radfahrer bleiben draußen. Ebenfalls in die Analyse geht shaRAD-Space – Der Blog für Verkehrsplan statt Verkehrswahn. Hier wird recht klar angesprochen was ganz Altona weiß: „Die vom Bezirk geplante Alternativroute wird wohl nicht funktionieren, da sie ein erheblicher Umweg für die Radfahrer ist, die dann im Slalom den Bahnhof und den gesamten Mercado-Block umfahren müssen, um aus Richtung Neue Große Bergstraße zum Spritzenplatz zu kommen.“

Flüchtlingshilfe vom Ottenser Verein Kick-it United 

bildschirmfoto-2016-11-01-um-14-06-43Das Elbe Wochenblatt hat in dem Artikel Wie ein Altonaer Fußballplätze zu den Geflüchteten bringt, einen Artikel über das vom Ottenser Hannes Nöllenheidt gegründete Projekt Kick-it United geschrieben. Der ehemalige Strandperle-Inhaber engagiert sich gemeinsam mit weiteren Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe. Dank Spenden konnten er weitere transportable Streetsoccer-Anlagen kaufen, mit welchen er zentrale Erstaufnahmeeinrichtungen ausstattet.

El Rojito aus Ottensen startet Pfandbecher-Aktion

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Foto: Jule Nagel

Abhilfe für ein müllproduzierendes Übel unserer Zeit, verschaffen uns nun die Kaffeimporteure aus Altona von El Rojito. Unter dem Motto ‚Refill it‘ geht das von ihnen initierte Mehrwegpfandbechersystem an den Start. Das Abendblatt berichte darüber in dem Artikel: Coffee to go: Hamburger Cafés setzen jetzt auf Pfandbecher, genauso wie Die Welt in ihrem Bericht. Das Projekt hat eine eigene Webseite unter refillit-elrojito.de, wo auch sämtliche Partnerbetriebe zu finden sind. Das Café von El Rojito befindet sich in der Großen Brunnenstraße 68.

Imbiss Floppi hat dicht gemacht

Eine kleine Nachricht, welche nicht in den Medien aufgetaucht ist: nach 38 Jahren an der Ecke Große Brunnenstraße/Keplerstraße schließt nun der kleine Imbiss Floppi endgültig seine Pforte. Nachfolger wird aller Voraussicht nach Teufels Küche bzw. hat scheinbar der Inhaber des ehemaligen Gastrobetriebs aus der Ottenser Hauptstraße seine Finger an dem Ladenlokal.

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Adler gelandet

bildschirmfoto-2016-11-01-um-12-01-42Die vermutlich weitreichendste Medien-Berichterstattung im Oktober, erlangte eine Promi-Hochzeit im Bezirksamt Altona. Während er aktuell im Tor des HSV keine gute Figur macht und pro Spiel zwei Gegentore kassiert, hatte René Adler am 10. Oktober allen Grund zum Strahlen, als er seine Freundin mit dem wohlklingenden Namen Lilli Hollunder geheiratet hat. Darüber berichtet dann auch nicht nur die MOPO, sondern auch die BILD, das Abendblatt, die Hannoversche Allgemeine, der FOKUS, der SPIEGEL, der TV-Sender SPORT1, RTLNord und so weiter und so fort. Volle 9 Seiten Suchergebnisse präsentiert Google für dieses Ereignis.

Youtube-Fundstück

Das Youtube-Fundstück des Monats ist dieses Mal ein Upload von Sannah Clasen und dem Lied: „Damals im Familieneck“ vom DuoEinsundEins. Mit nur etwas über 1000 Klicks hat der Song bisher noch viel zu wenig Reichweite bekommen….

 

 

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