Punks in Ottensen – 1982 bis heute

Aus der TAZ vom 4.5.2005. Text von Magda Schneider:

„Dass die Punks ein fester Bestandteil Ottensens sind, hat seine Geschichte: 1980 erfasste die Street-Punk-Kultur auch Hamburg. Zunächst etablierte sich die neue Szene im näher am Zentrum gelegenen Karolinenviertel. Als es nach einer Demo gegen Franz Josef Strauß zu Krawallen kam und Punks im gutbürgerlichen Pöseldorf Jagd machten auf „Popper“ (oder was sie dafür hielten), setzte ein regelrechter Polizeiterror gegen die neue Kultur ein – heftig angeheizt übrigens von der örtlichen Bild-Zeitung.

2015-07-21 12.03.00

mags

Die Punks wichen nach Ottensen aus. Als auch dort, auf dem Spritzenplatz, die staatliche Vertreibungswelle einsetzte, lehnten sich die AnwohnerInnen auf, es kam es zu einer ungeahnten Welle von Bürgerprotesten. Die Punks gaben ihr eigenes Magazin Hungrige Herzen heraus, das Bezirksamt Altona setzte fortan auf Straßensozialarbeit. Dort konnte man sich bisher damit rühmen, dass die Streetworker die Szene nicht nur im Griff hatten, sondern auch von ihr akzeptiert wurden.“

2014 stand der Straßensozialarbeit in der Baunschweiger Straße Kürzungen ins Haus, was große Proteste von Streeties Müssen Bleiben nach sich zog.

 

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